Statement Plakataktion am Skaterpark

Der Stadtjugendring Eisenach e.V. bezieht Stellung zur Plakat-Aktion an der Skateranlage.

Wir haben das Geschehen über die Osterzeit aufmerksam verfolgt und im Nachgang sowohl mit der Stadtverwaltung Eisenach, wie auch mit der Rollgemeinde Eisenach e.V. intensive Gespräche geführt.
Uns wurde dabei klar, dass es an einem regelmäßigen Dialog zwischen den Beteiligten fehlt.

Die Stadt Eisenach sagte aus, dass sie durchaus gewillt ist, eine Skateranlage zu installieren und dass es in den letzten Jahren immer wieder klare Versuche durch die Stadt gab, den Skatern zu helfen.
Wir erinnern an die jüngsten Ereignisse im Sommer / Herbst 2020, wo es zu Besichtigungen der Bombenlöchern u.a. kam.
In naher Zukunft soll auch ein Mehrgenerations-Skater-Biker-Park an der Katzenaue entstehen. Konstruktionspläne dafür liegen bereits vor.
Das ist sehr löblich, es scheint sich also alles zum Guten zu wenden.

Die Skatergemeinschaft fühlt sich allerdings zu wenig einbezogen, vermisst Gespräche und Abstimmungen über das Bauvorhaben. Die Rollgemeinde hat schließlich Erfahrungen und natürlich auch Wünsche, aber auch Sponsoring-Ideen. Gemeinsam würde man also vielleicht schneller und zur Zufriedenheit aller ans Ziel kommen.
Außerdem stellt sich die Frage, wo trainiert werden soll, bis denn die neue Anlage steht. Bis dahin werden nämlich sicherlich noch einige Jahre ins Land gehen.

Es scheint, als ist die Rollgemeinde der einzige Sportverein in Eisenach, der momentan gänzlich ohne Trainingsfläche auskommen muss. So ist es verständlich, dass die jungen Menschen auf den Straßen und Gehwegen der Stadt üben und damit hier und da den Straßenverkehr stören oder gefährliche Situationen provoziert werden.
Wird anderer Vereinssport seitens der Stadt bevorzugt behandelt? Wird für Hand- oder Fußball mehr Geld freigestellt bzw. im Stadthaushalt eingeplant?
Vielleicht fehlt es in Eisenach an einer Lobby für Skater- und die BMX-Szene, wie sie für den Hand- und Fußball längst besteht. Mit Hilfe dieser Lobby sind größere Sprünge möglich, die Forderungen lauter und damit können wir dem tatsächlichen Bau einer Skateranlage in Eisenach ein großes Stück näherkommen.

Kommen wir aber zurück zum Thema: wo so lange trainieren, bis eine neue Anlage steht? Die Stadt sagt, dass die Sanierung der aktuellen Anlage nicht in Angriff genommen wird, weil das vorhandene Material zu marode ist und damit unrettbar. Es sei zu kostenintensiv, um es zu erneuern. Also lieber gleich alles neu machen, von Grund auf, aus Beton. Aber dafür ist momentan noch nicht genügend Geld da.

Wir, der Stadtjugendring Eisenach e.V., haben daher den im Jugendhilfeausschuss der Stadt Eisenach den Antrag gestellt, dass ein Spendenkonto errichtet werden solle, damit alle, die wollen und können, für den Bau einer Anlage spenden können. Nebst den Eigenmitteln der Stadt und eventuellen Förderungen durch u.a. Bundesmittel, käme man also schneller an eine Trainingsfläche.

Wir hoffen sehr, dass Individualsportler, Vereine, Verbände, Privatleute und die Stadt Eisenach gemeinsam handeln und dem Verein bzw. der Szene alsbald eine Trainingsfläche zur Verfügung stehen kann. Und eventuell entstehen Freundschaften und Initiativen, aus denen auch eine vorrübergehende Trainingsmöglichkeit hervorgeht.  

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