Ehrenamt in Thüringen-Kompaktbericht 2020

Die Thüringer Ehrenamtsstiftung befragte in diesem Jahr telefonisch und per Fragebogen 415 Thüringer Vereine zum Thema Ehrenamt in Thüringen.
Darunter waren Fragen zum Thema: Probleme bei der Nachwuchsgewinnung von ehrenamtlichen Helfern, aktuelle Unterstützungen bzw. Förderungen der Vereine oder eben ein Mangel daran, Einfluss der Migration auf die Vereinsstrukturen, Unterscheide zwischen Stadt und ländlichem Raum, etc.

Hier kann der Kompaktbericht eingesehen werden.
https://www.lebenswelten-gestalten.de/fileadmin/user_upload/EILO2020/Engagement_in_Ostdeutschland_2020_-_Kompaktbericht.pdf

Hier eine ERGEBNISSZUSAMMENFASSUNG der Autoren:

„Der ländliche Raum ist besonders auf das Ehrenamt angewiesen, es gibt dort aber auch besondere Probleme. Ehrenamtliches Engagement kommt durch das soziale und kulturelle Klima leichter zustande, es erwächst aber auch aus schierer Notwendigkeit. Öffentliche und kommerzielle Angebote stehen dort viel weniger zur Verfügung als in der Stadt. Die Abwanderung jüngerer Menschen in die Städte, eine ausgedünnte Infrastruktur und die materielle Schwäche der Gemeinden gefährden die Vereine als wichtigste Struktur des Engagements. In Thüringen gibt es eine besondere Bindung an das Land. Kultur und Tradition werden im Moment noch gut gepflegt. Die kulturelle Bindung wirkt der Abwanderung entgegen und kann Rückwanderung begünstigen. Dazu muss zuerst die feste Struktur der Vereine gesichert werden. Diese sollten in der Region enge Fühlung untereinander halten und sich mit den locker organisierten Gruppen vernetzen. Lokale Politik und Verwaltung haben es in der Hand, diese Vernetzung zu unterstützen und die Arbeit der Vereine und Gruppen zu erleichtern“

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